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Newsgroups: Das virtuelle Anschlagbrett

Newsgroups (dieser Bereich des Internet wird auch Usenet genannt) sind nette kleine (und auch grosse) Diskussionsforen zu allen möglichen Themen, die nach Themenbereichen und Ländern geordnet sind. Die Group "ch.market" zum Beispiel enthält schweizerische Verkaufs-, Such- und Tauschangebote.

In der Gruppe "ch.talk" wird heftig rund um diverse Themen diskutiert - leider oft chaotisch und abschweifend, doch das gehört dazu.

Das Usenet wird seit 2005 immer mehr durch Diskussionsforen auf Websites (hier ein Beispiel), Blogs oder auch Auktionssites abgelöst. Hauptgründe: Irre, die das Usenet mit ihren Pamphleten "verspammen", vertreiben Alteingesessene und lassen Neulinge ausbleiben - viele Newsgroups verwildern zusehends. Das Usenet ist aber verglichen mit Foren auch alles andere als komfortabel - Bilder anzeigen z.B. ist kaum schnell und einfach möglich.

Wer es dennoch versuchen möchte: Am besten browst man via Google Groups durch das Usenet. Mit einem Account kann man auch Beiträge posten (veröffentlichen).

Fast jeder Browser hat aber auch einen Newsreader eingebaut oder angegliedert. Gewisse Programme bieten diesen Dienst nur teilweise an, und man muss einen separaten Newsreader einrichten. Allerdings muss man überall die Newsgruppen zuerst abonnieren...

Mehr zur Einrichtung finden Sie in diesem PDF (1.2 MB) in der Rubrik "Newsgroups".

Anfänge und Tests

Versuchen Sie sich doch mal im Test-Posten in einer Testgruppe wie dieser Newsgroup (und NUR dort). 



Vor dem Diskutieren erst mal mitlesen

Es ist ratsam, sich vor dem Einschalten in Diskussionen mit dem Stil der Gruppe vertraut zu machen, um sich vor "Flames" (bösen Briefen bzw. neudeutsch "Zusammenschissen") zu verschonen. Crosspostings (eine Message in mehrere, womöglich gar nicht themenverwandte Gruppen posten) sind verpönt.

Real Name oder Pseudonym? Die ewige Diskussion

Soll man unter seinem realen Namen "posten" oder unter einem Pseodonym? Eine ewige Diskussion, wie in den 80ern bei den deutschen Grünen. Fundis gegen Realos. Für welche Seite Sie sich entscheiden, liegt allein an Ihnen.

Ich persönlich empfehle aber umsichtigen Zeitgenossen, die wahre Identität (aber vor allem: die E-Mail-Adresse, die Sie oft benutzen) nicht preiszugeben.

Erstens: Newsgruppen sind ideale Fanggründe für Werbe-Mail-Adressensammelnde. Eine Gratis-Mailadresse mit Spam-Filter oder eine temporäre Adresse (z.B. bei despammed.com oder spamgourmet.com) sowie die Angabe eines Pseudonyms (in den Optionen des Browsers / Newsreaders im Feld Identity oder Name) helfen weiter (Achtung, bei einigen Programmen erscheint der dortige Eintrag auch als Mail-Absender).

Zweitens: Auch wenn allzu gutmütige Internetpioniere und Freaks (die aber sonst ganz liebe sind...) es für verpönt halten, Verschleierungen seiner Identität vorzunehmen - es ist immer noch besser für die eigene Privatsphäre (und womöglich Sicherheit), jetzt und in Zukunft (denn alle Beiträge werden irgendwo und irgendwie archiviert). Schliesslich ist es in der Regel vollkommen Wurst, ob Sie im realen Leben Manuela Boni heissen, im Web aber als Rahel Buchmüller auftreten. Versuchen Sie es aber auch nicht mit "Christoph Blocher" oder "Captain Kirk" als Pseudonym, die meisten Newsgruppen-Communities werden dies nur bedingt lustig finden. Treten Sie nicht unter 20 Pseudonymen auf, wenn Sie häufig im Usenet kommunizieren - das bringts auch nicht. Und wenn Sie damit rechnen, Ihren Diskussionspartnern auch mal im realen Leben zu begegnen, benützen Sie lieber von vornherein Ihrer richtigen Namen.

Anderer Meinung (also: "unbedingt Real Name benutzen") ist dieser User. Ich halte seine Argumentation für stringent, aber reichlich weltfremd und dogmatisch - doch entscheiden Sie selbst. Ich halte es für komplett irrelevant, ob ich meine "Netzidentität" unter meinem bürgerlichen Namen lebe. Der Mensch hinter den Texten bleibt der selbe. Ich kann mir aber mit einem Pseudonym etliche Probleme sparen - letztlich eine Frage von Aufwand und Ertrag.

Zitat aus ch.admin vom August 2003: "Jeder, der hier in den Newsgroups schreibt, sollte sich im Klaren sein, dass in den Archiven noch jahrelang seine 'netten' Worten zu lesen sind. Personalchefs sollen ganz wild auf diese Fundstellen persönlicher Meinungsäusserungen sein."

Die FAQ zu den Schweizer Newsgroups finden Sie hier.

Newsgruppen können reiner Zeitvertrieb sein, können süchtig machen, können dazu beitragen, dass man etwas lange Gesuchtes endlich findet, seinen alten Fernseher für mehr Geld als erwartet loswird - jedenfalls lohnt es sich, ab und zu nicht nur im Web zu surfen, sondern auch die Newsgruppen anzuschauen. Und sei's aus purem Voyeurismus.

 

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